Der C-Max von Ford im 100.000-Kilometer-Test

Montag, Dezember 29th, 2014. | Kategorie: Testberichte.

Ein Dauertest über 100.000 Kilometer ist ohne Zweifel die härteste Prüfung, der ein Automobil unterzogen werden kann. Der C-Max von Ford absolvierte diese Aufgabe mit Bravour: Unter dem Strich bescheinigte das Fachmagazin “Auto, Motor und Sport” dem Kompaktvan eine gute Verarbeitungsqualität und hatte während der zweijährigen Testphase nur wenig Anlass zur Kritik.

Kein Rostbefall oder ausgeleierte Polster

Während manche Konkurrenzmodelle schon nach kurzer Zeit rostige Radläufe und ausgeleierte Sitzpolster aufweisen, sind derartige Verschleißerscheinungen beim C-Max von Ford auch nach über 100.000 Kilometern nur sporadisch zu erkennen. Bemängelt wurde einzig die schwer zu reinigende Bodenmatte im Kofferraum. An der Ladekante und der Frontpartie gab es vereinzelte Kratzer. Ansonsten hat der Alltagsbetrieb dem C-Max offenbar nicht sehr zugesetzt – und das, obwohl man häufig mit viel Gepäck unterwegs war.

Motor starten und Spaß haben

Die Kernkompetenz des Ford C-Max, so die Redakteure, bestehe in bauarttypischen Vorzügen wie der erhöhten Sitzposition, dem variablen Innenraum und dem großen Platzangebot. Ein eher seltenes Talent des beliebten Modells sei es, den Fahrer die Freudlosigkeit dieses Konzepts vergessen zu lassen. Dass die Testfahrer reichlich Spaß daran hatten, den C-Max von Ford zwei Jahre lang zu nutzen, fällt beim Lesen des entsprechenden Artikels sofort auf.

Das Fahrwerk ist das Prunkstück des C-Max

Was das Fahrwerk anbelangt, führt der C-Max von Ford die Tradition von Modellen wie dem Escort oder dem Sierra fort. Trotz der straffen Abstimmung bietet der Wagen einen guten Federungskomfort mit agilem Handling. Vor allem die Kurvenlage wird von den AMS-Redakteuren in den höchsten Tönen gelobt. Das ESP regelt das zarte Untersteuern “feinfühlig” weg, und die Servolenkung spricht exakt auf die Lenkradbewegungen an. Mehr kann man von einem Mittelklassen-Kompaktvan wahrhaftig nicht erwarten.

Flexible Raumausnutzung

Viel Lob gab es auch für die Raumausnutzung des Testwagens, der mit einem aufpreispflichtigen Komfortsitzsystem ausgestattet war. Mithilfe dieses Systems kann der schmale Fond-Mittelplatz nach hinten geklappt werden, sodass sich beide Außensitze nach innen zurückfahren lassen. Die Vordersitze können ebenfalls passend eingestellt werden und bieten einen guten Seitenhalt. Rückenschmerzen hatten die Redakteure während ihrer Langstreckenfahrten zu keiner Zeit.

Der EcoBoost-Benziner treibt den Wagen kräftig voran

Ein weiterer Punkt, der von den AMS-Redakteuren in ihrem Bericht hervorgehoben wird, ist die präzise 6-Gang-Schaltung des C-Max. Die kurzen Schaltwege sind ein zusätzliches Plus – ehemalige Fahrer von Autos, bei denen das Einlegen jedes Ganges eine gefühlte Ewigkeit dauert, werden dies bestätigen. Positiv fiel außerdem auf, dass über die gesamte Testdistanz nur eine halbe Flasche Motoröl nachgefüllt werden musste. Der Vortrieb wird als “kräftig” und “kultiviert” beschrieben – genau, wie man es sich auf langen Strecken durch die Berge wünscht.

Niedrige Servicekosten

In Sachen Unterhaltskosten entpuppte sich der C-Max von Ford als eine echte Spardose. Bis auf Reparaturen an der Bremsanlage nach 40.000 und 80.000 Kilometern gab es keine längeren Werkstattaufenthalte. Die Kilometerkosten werden mit 17,5 Cent (ca. 0,21 CHF) angegeben. Für einen Benziner-Van sind dies mehr als vorzeigbare Werte: Bei Modellen anderer Hersteller stecken die Besitzer mitunter 3.000 bis 4.000 CHF pro Jahr in ihre Fahrzeuge.

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